Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis ist typisch für den Studiengang Lebensmittellogistik und -management, dessen fachübergreifender Ansatz deutschlandweit einmalig ist. Die Studierenden betrachten die komplette Wertschöpfungskette und begleiten die Lebensmittel von der Produktion über die Verarbeitung, den Transport und die Vermarktung bis hin zum Verbraucher. Dabei können sie sich in den drei Schwerpunkten Frischproduktlogistik, Supply Chain Management und Lebensmittelmanagement gemäß ihrer Stärken und ihres Berufswunsches spezialisieren.
„Es ist wichtig, die Zusammenhänge zu kennen und zu verstehen, um die einzelnen Bereiche der Wertschöpfungskette später zu optimieren“, betont Max. Deshalb hat er anfangs auch alle Bereiche im Unternehmen, in dem er seine Bachelorarbeit schreibt, durchlaufen. „Man muss sich mit Lebensmitteln auskennen. Woher kommen sie? Was sind sie? Wie darf ich sie lagern und wie bewegen?“ Lebensmittel sind empfindliche, verderbliche Produkte, die man nicht so einfach von A nach B transportieren kann. „Da ergibt der praktische Bezug, den man hier im Studium von vornherein mitbekommt, durchaus Sinn!“
Dieser Praxisbezug wird auch durch Exkursionen zu Unternehmen gestärkt, bei denen sich die Studierenden aller Semester die realen Bedingungen in Betrieben ansehen können. Heute hat sich eine Gruppe Studierender auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um sich hier bei einem Feinkosthandel die Produkte, ihre Lagerung und die Präsentation im Verkaufsraum näher anzusehen. „Die hygienischen Standards hier bei uns in Deutschland sind sehr hoch und das ist gut so“, merkt einer der Studierenden an. „Gerade bei solchen Exkursionen wie heute wird uns das wieder sehr bewusst. Auch das Einhalten der Kühlketten ist eine logistische Meisterleistung.“ Und nicht zuletzt deshalb gibt es auch bei gewachsenen Unternehmen durchaus immer wieder Optimierungsbedarf.
Und oft optimieren Unternehmen zwar sich selbst, aber eben nicht die ganze Kette: „Das ist für das große Ganze oft nicht ideal und deshalb auch nicht nachhaltig“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. Andreas Holzapfel. Nachhaltigkeit ist als Extra-Modul im Studium verankert. Es umfasst Themen wie Corporate Social Responsibility oder den CO2-Fußabdruck der Unternehmen. „Wir nehmen die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick und befähigen unsere Studierenden, Zusammenhänge zu erkennen“, so Prof. Holzapfel.
Denn die Lebensmittelindustrie und die Tätigkeitsfelder, die sie bietet, sind vielfältig; die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Lebensmittellogistik und -management sind dank ihrer interdisziplinären Ausbildung sehr gefragt. „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen um meine Zukunft“, ist Max zuversichtlich. „Es muss alles bewegt werden, und dafür sind wir genau die Richtigen!“
Hochschule Geisenheim University
Gute Lebensmittel auf den Markt bringen
Teil 3
Weiteres aus dem Bereich Umwelt & Ökologie
Darum studier' ich in Hessen
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